Eingestellt: Di, 13.8.2019

 

 

NABU OG Sehnde im Insektensommer

 

 

Der zweite Teil der bundesweiten NABU-Aktion „Insektensommer“ ist angelaufen.Mitglieder der neuen NABU Ortsgruppe Sehnde waren in der Feldflur nördlich Sehnde zusammengekommen, um Daten für diese wichtige Citizen-Science Aktion des größten deutschen Naturschutzverbandes zu sammeln und ihre Artenkenntnisse zu erweitern.

 

Ziel des NABU Sehnde war zusätzlich auch zu schauen, wie die Maßnahme „BlühendesSehnde“ der Stadt Sehnde verläuft. Mithilfe von Stereomikroskopen, Kescher, Lupen und Smartphone-Apps wurde daher ein

 

Blühstreifen der Stadt an der Kommu alen Entlastungsstraße untersucht. Die Kinder und Erwachsenen kescherten und fotografierten im hochgewachsenen Blühstreifen mit Flockenblume und Co. und erlebten so die Welt der Insekten einmal hautnah und lebendig direkt in der Natur.

 

Durch die vom NABU gestellten Stereomikroskope mit bis zu 100facher Vergrößerung wurde die Faszination der Insekten ganz nah begreifbar und besonders die Kinder konnten sich für diese lebenswichtige Tiergruppe noch mehr begeistern.Die Gruppe nutzte auch die Insektenwelt-App des NABU um Tiere zu fotografieren, dann auch gleich zu bestimmen und an die Aktion „Insektensommer“ des NABU

Bundesverbands zu melden.

 

Bestätigt wurde die Wirksamkeit der guten Blühflächen- Maßnahme der Stadt. Die NABU-Aktiven fanden u.a. unzählige Hummeln verschiedener Arten, die zu den Wildbienen zählen, viele Wanzen, Grashüpfer, Zikaden, Kleinschmetterlinge und Fliegen. Besonderes Highlight war der Fund zweier riesiger Wespenspinnen, die gerade Beute in ihren Netzen machten. Spinnen sind zwar bekanntermaßen keine Insekten, aber auch wichtige Mitglieder des Ökosystems Wiese.

 

Die Artenvielfalt und Individuendichte war größer als sogar in den umliegenden noch vorhandenen Wegerandstreifen. Ein Wermutstropfen mischte sich aber unter die Freude über das vielfältige Summen und Krabbeln in der Blühfläche der Stadt. Die große Nähe zur Entlastungsstraße birgt die Gefahr, dass die nun hier lebenden oder nur nahrungssuchenden Insekten an unseren Autoscheiben enden. Daher rät der NABU Sehnde die zukünftigen Blühflächen nicht an großen Verkehrswegen anzulegen, um keine

ökologischen Fallen zu produzieren. Diese könnten langfristig die Insektenvorkommen

sogar schwächen.

 

Der NABU OG Sehnde wird diese erfolgreiche und interessante Aktion bestimmt im nächsten

„Insektensommer“ wiederholen. Dann auch für alle Naturinteressierten anbieten und so die

Insektenwelt ganz nah und begreifbar für Alle zu machen.

 

Die Aktion „Insektensommer“ des NABU läuft noch bis zum 11.August .

 

Weitere Informationen im Internet unter:

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer

 

 

Ansprechpartner: Holger Klinkert, NABO OG Sehnde, NABU-OG-Sehnde (at) gmx.de