Von der Energiewende zum Biodiversitäts-Desaster – zur Lage des Vogelschutzes in Deutschland

Alarmierende Bilanz: Rückläufige Bestände selbst bei den (früheren) "Allerweltsarten". Sind die Ziele zur Erhaltung der Artenvielfalt überhaupt noch erreichbar?
Gartenrotschwanz
Bestandseinbußen haben insbesondere auch die typischen Arten des Siedlungsraumes erlitten, wie zum Beispiel der Gartenrotschwanz.

Sicher, es gibt Erfolgsgeschichten im Naturschutz: dank intensiver Natur- und Artenschutzmaßnahmen haben sich die Bestände von Fischadler, Seeadler und Wanderfalke erholt. Der Kranich steht schon nicht mehr auf der Roten Liste. Der Biber ist wieder heimisch und auch der Wolf ist vor einiger Zeit in Niedersachsen angekommen - um nur einige prominente Vertreter zu nennen. Also alles bestens bestellt um den Natur- und Artenschutz in Deutschland?

Die Ergebnisse eines langjährigen Vogel-Monitorings zeigen einen anderen, besorgniserregenden Trend: Gefährdet sind mittlerweile nicht nur solche Arten, die hohe Ansprüche an ihren Lebensraum stellen - nein, zunehmend geraten auch die früher häufigen Charakterarten der Feldflur, des Waldes und des Siedlungsraumes unter Druck. Während in den 90er Jahren noch viele Arten von Flächenstilllegungsprogrammen profitieren konnten, wirkt sich offenbar die im Zeichen der Energiewende forcierte Intensivierung von Forst- und Landwirtschaft negativ auf die Artenvielfalt aus.

Ein Dilemma, das Martin Flade in der Zeitschrift "Vogelwelt" eindringlich schildert - ein Beitrag, der nachdenklich macht:



Diese Seite wurde veröffentlicht im Juli 2013.
Seitenanfang